FSME
FSME (Frühsommermeningo-Enzephalitis) ist eine durch das FSME Virus ausgelöste Erkrankung, die zum Teil eine lebensbedrohende Gehirn- und Hirnhautentzündung auslöst. Jährlich erkranken in der Schweiz durchschnittlich ca. 150 Menschen.
Zecken mit dem FSME Virus kommen vor allem in bestimmten geografischen Gebieten vor (Endemiegebieten). In den Endemiegebieten sind bis zu 3 % der Zecken Träger des FSME-Virus.
Wie verläuft die FSME?
Eine FSME ist im typischen Fall durch einen zweiphasigen Krankheitsverlauf gekennzeichnet. Die ersten Anzeichen zeigen sich vier Tage bis vier Wochen nach der Infektion und dauern etwa eine Woche. Der Betroffene verspürt dabei grippeartige Beschwerden wie Fieber und allgemeine Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall. Bei etwa zehn Prozent der infizierten Personen kommt es nach einem kurzen, symptomfreien Intervall zum Übergang in die zweite Krankheitsphase. Ein erneuter Fieberanstieg, heftige Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl sind zu beobachten.
Ein Teil der Patienten bekommt eine Hirnhautentzündung (Meningitis), eine Infektion des Gehirns (Meningoenzephalitis) oder selten eine Entzündung des Hirn- und Rückenmarkgewebes (Enzephalomyelitis, Meningoradikulitis).
Gibt es eine Impfung gegen FSME?
Ja, die sogenannte FSME – Impfung. Für die Grundimmunisierung sind 3 Einzeldosen nötig.
Kann FSME behandelt werden?
Es gibt keine erregerspezifische Therapie gegen das Virus. Die therapeutischen Massnahmen beschränken sich auf die Linderung der Symptome (Schmerzen, Fieber..) Aufgrund der limitierten Therapiemöglichkeiten hat die Prävention durch Schutz vor Zeckenstichen und durch die FSME-Impfung einen hohen Stellenwert.

