Borreliose

Die Lyme-Borreliose ist eine durch Bakterien (Borrelien) ausgelöste Infektionserkrankung. Die Krankheitserreger werden durch Zecken auf den Menschen übertragen.

Lyme Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit. In der Schweiz erkranken nach Schätzungen des Bundesamtes für Gesundheit jährlich über 10‘000 Menschen an Lyme-Borreliose. Die Gefahr, in der Schweiz mit Borreliose infiziert zu werden ist deshalb so gross, weil etwa jede dritte Zecke Trägerin von Borrelien - Bakterien ist.

Wie verläuft die  Borreliose?

Die Krankheit kann in verschiedenen Stadien ablaufen und zeigt ein sehr vielseitiges Erscheinungsbild. Neben der Haut, können Nervensystem, Bewegungsapparat und Herz betroffen sein. Man unterscheidet drei Krankheitsstadien. Als Stadium I wird meist eine Lokalinfektion, als Stadium II eine frühe Generalisation und als Stadium III eine späte Generalisation mit chronischen Entzündungserscheinungen definiert. Eine klare Abgrenzung zwischen den Stadien ist schwierig. Viele Krankheitsverläufe sind atypisch und verlaufen schubweise. Zwischen den einzelnen Krankheitsschüben kann der Patient häufig beschwerdefrei sein.

Was sind typische Symptome der Borreliose?

Das erste Krankheitszeichen ist häufig eine örtliche Entzündung der Haut an der Stichstelle, die sogenannte wandernde Röte (Erythema migrans), die sich ausdehnt und ringförmig wird. Die Wanderröte tritt nur bei rund der Hälfte der Erkrankten auf. Gleichzeitig können grippeartig Symptome vorhanden sein.
Wochen bis Monate später können weitere Organe betroffen sein. Häufig betroffen sind Gelenke (v.a. Kniegelenke), das Nervensystem (Hirnhaut, Gehirn, Gesichtsnerven), die Haut (Schwellungen etc) und selten das Herz. Werden diese Erkrankungen nicht rechtzeitig erkannt, können chronische Schädigungen (z.B. Arthrosen, Hautatrophien (Gewebsschwund), Persönlichkeitsveränderungen) zurückbleiben. Die Diagnose kann aufgrund des vielseitigen Erscheinungsbildes sehr schwierig sein.

Gibt es eine Impfung gegen Borreliose?

Nein, es gibt keine Impfung  gegen Borreliose. Die Vermeidung von Zeckenstichen hat für die Prävention höchste Priorität.

Kann Borreliose behandelt werden?

Ja, Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden. Am erfolgreichsten ist die Therapie im Anfangsstadium. Wird in einem frühen Stadium eine Behandlung  eingeleitet, kann eine Ausbreitung des Erregers auf andere Organe verhindert werden. Die Symptomdauer und somit der Leidensweg der Patienten wird kürzer und Spätkomplikationen können vermieden werden.